Die Welt aus anderen
Blickwinkeln betrachten
Veranstaltungen

Film und Diskussion mit Tina Adomako
Die Film-Dokumentation "Beyond the Intersection" begleitet eine bi-nationale Familie über einen Zeitraum von mehreren Dekaden. Zu einer Zeit, als Ehen zwischen Afrikaner*innen und Europäer*innen noch die große Ausnahme waren, heiratete die Wuppertalerin Hanna Lamm in den 1950ern ihren Mann Joseph Adomako und folgte ihm ein paar Jahre später, nach der Unabhängigkeit der Goldküste, ins neue Ghana. Von Migration sprach man damals nicht. Doch das Thema Migration begleitet die Familie bis heute. Kinder, die in Ghana aufwuchsen, migrierten später nach Deutschland. Deren Kinder wiederum in die USA - und zum Teil auch wieder zurück nach Ghana. Wie war und ist es in einer solchen Familie aufzuwachsen? Welche Herausforderungen gab und gibt es zu meistern? Darüber spricht im Anschluss an den Film die Journalistin Tina Adomako mit Barbara Kemmler.
TERMIN
Montag, 2. März 2026, 18 Uhr
Kino Cinema, Warendorfer Str. 45, Münster
EINTRITT
Tickets an der Kinokasse oder online: www.cinema-muenster.de
KOOPERATION und FÖRDERUNG
Eine Veranstaltung im Rahmen des Programms GRENZENLOS von filmclub münster in Kooperation mit Afrikanische Perspektiven e.V.
Copyright des Fotos: ©Tina Adomako

Vortrag von Dr. Ahmed Adam (englisch mit deutscher Übersetzung)
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The archaeological heritage of Sudan and its relevance today
Das kulturelle Erbe des Sudans ist geprägt von der einzigartigen geografischen Lage des Landes an der Schnittstelle zwischen Afrika, der Arabischen Halbinsel und dem Mittelmeerraum. Zwischen diesen Regionen wurden in der Geschichte nicht nur Waren ausgetauscht, sondern auch Ideen und kulturelle Praktiken. Die kulturelle Landschaft wurde zudem durch den Austausch entlang der Handels- und Pilgerwege über das Rote Meer und die Sahara hinweg bereichert. Das kulturelle Erbe des Sudans ist deshalb eines der reichsten der Welt. Die archäologischen Funde reichen aus der Zeit prähistorischer Gemeinschaften und früher menschlicher Siedlungen über die großen kuschitischen Zivilisationen und mittelalterlichen Königreiche bis in die islamische Zeit.
In seinem Vortrag stellt Dr. Ahmed Adam das archäologische Erbe des Sudans und dessen heutige Bedeutung vor. Während des gegenwärtigen Krieges wurden dort Kulturgüter geplündert oder zerstört. Bemerkenswerterweise gibt es in deutschen Museen einige der weltweit bedeutendsten Sammlungen sudanesischer archäologischer und ethnografischer Objekte. Diese sind eine wichtige Quelle für die wissenschaftliche Erforschung sudanesischer Kultur. Dr. Ahmed Adam erforscht diese Sammlungen und möchte sein Wissen über Grenzen hinaus vor allem auch mit den Menschen im Sudan teilen. Er beabsichtigt, damit einen Beitrag für einen pluralistischen und inklusiven Sudan zu leisten – jenseits der historischen und politischen Fragmentierung des Landes.
Dr. Ahmed Adam ist Außerordentlicher Professor für Archäologie an der Universität Khartum. Seit Oktober 2024 arbeitet er als Gastwissenschaftler im Programm EUROPA IM NAHEN OSTEN – DER NAHE OSTEN IN EUROPA am Forum Transregionale Studien in Berlin. Der Vortrag wird auf Englisch gehalten und ins Deutsche übersetzt. Der Archäologe Georg Schaaf moderiert die Veranstaltung. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Austausch bei einem Imbiss.
TERMIN
Samstag, 28. Februar 2026, 17 Uhr
Ort: Zukunftswerkstatt Kreuzviertel, Schulstr. 45, Münster
Anmeldung bis zum 25. Februar erwünscht: info@afrikanische-perspektiven.de
KOOPERATION und FÖRDERUNG
Institut für Ägyptologie und Koptologie der Universität, Eine-Welt-Forum Münster e.V. und der Verein Darfur-Hilfe, Beirat für kommunale Entwicklungszusammenarbeit der Stadt Münster
Copyright des Fotos: Dr. Ahmed Adam
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The archaeological heritage of Sudan and its relevance today
Lecture by Dr Ahmed Adam (English with German translation)
Sudan's cultural heritage is shaped by its unique geographical location at the intersection of Africa, the Arabian Peninsula and the Mediterranean region. Throughout history, not only goods but also ideas and cultural practices have been exchanged between these regions. The cultural landscape was also enriched by exchanges along the trade and pilgrimage routes across the Red Sea and the Sahara. Sudan's cultural heritage is therefore one of the richest in the world. Its archaeological record extends from prehistoric communities and early human settlements, through the great Kushite civilizations, the medieval kingdoms, and into the Islamic period.
In his lecture, Dr Ahmed Adam will present Sudan's archaeological heritage and discuss its significance today. During the current war, cultural heritage has been looted or destroyed. It is particularly noteworthy that German museums hold some of the world's most important collections of Sudanese archaeological and ethnographic objects. These collections are a valuable source of information for scientific research into Sudanese culture. Dr Adam researches these collections and aims to share his knowledge with people beyond borders, particularly those in Sudan. By doing so, he hopes to contribute to a more pluralistic and inclusive Sudan, one that goes beyond the country's historical and political fragmentation.
Dr Ahmed Adam is Associate Professor of Archaeology at the University of Khartoum. Since October 2024, he has been working as a visiting scholar in the programme EUROPE IN THE MIDDLE EAST – THE MIDDLE EAST IN EUROPE at the Forum Transregionale Studien in Berlin.
The lecture will be held in English and translated into German. Archaeologist Georg Schaaf will moderate the event. Afterwards, there will be an opportunity for discussion over refreshments.
Date: Saturday, 28 February 2026, 5 p.m.
Location: Zukunftswerkstatt Kreuzviertel, Schulstr. 45, Münster
Cooperation and support:
Institut für Ägyptologie und Koptologie der Universität, Eine-Welt-Forum Münster e.V. und der Verein Darfur-Hilfe, Beirat für kommunale Entwicklungszusammenarbeit der Stadt Münster

Zweisprachige Lesung mit Musik für Kinder - Somo la watoto kwa lugha ya kijerumani na kisuaheli.
Grace Njoroge-Krüger pamoja na Clara Mertens watawasomea kitabu cha watoto: kakofia keusi - Schwarzkäppchen. Mwandishi wa kitabu hiki ni Anna Samwel kutoka nchini Tansania. Tutasoma kitabu hichi ili kusherehekea siku ya lugha ya mama.
Tunawakaribisha watoto kuanzia miaka 4 hadi 8 tusome na tuburudike pamoja.
Die tansanische Autorin Anna Samwel schrieb die Geschichte „Schwarzkäppchen – Kakofia Keusi”. Grace Njoroge-Krüger und Clara Mertens lesen sie auf Deutsch und Swahili für Kinder im Alter von 4 bis 8 Jahren. Eingeladen sind Kinder, die Swahili sprechen und alle, die Spaß daran haben, eine andere Sprache kennenzulernen. – Swahili ist die am weitesten verbreitete Verkehrssprache Ostafrikas. Sie wird von Menschen in Tansania, Kenia, der Demokratischen Republik Kongo, Uganda, Burundi, Mosambik und Somalia gesprochen.
Grace Njoroge-Krüger ist in Kenia aufgewachsen und spricht neben Swahili auch Gikuyu, Englisch und Deutsch. Clara Mertens hat ein Jahr in Tansania gearbeitet und dabei Swahili gelernt. Die beiden lesen die Geschichte. Dazu machen sie Musik und singen mit den Kindern. Anschließend dürfen alle Bilder zur Geschichte malen. Bunte Stifte und Papier liegen bereit.
Karibuni sana! Herzlich willkommen!
Die Lesung findet zum XII. Internationalen Tag der Muttersprache in Münster statt.
Das Buch „Schwarzkäppchen“ von Anna Samwel gibt es auf Deutsch, Swahili, Englisch und Französisch (BoD - Books on Demand, Norderstedt,2020).
TERMIN
Samstag, 21.02.2026, 15:00 Uhr
Stadtbücherei Münster - Kinderbücherei, Alter Steinweg 11, 48143 Münster
Somo letu litafanyika tarehe 21.2.2026 kuanzia saa tisa
Katika maktaba ya Münster, Alter Steinweg 11, 48143 Münster
EINTRITT
Frei. – Um eine Spende wird gebeten. Hier spenden
KOOPERATION und FÖRDERUNG
Eine Veranstaltung von Afrikanische Perspektiven e.V. in Zusammenarbeit mit der "Landesinitiative Polnischsprachiger Eltern und Familien NRW e.V." und der Stadtbücherei Münster, gefördert vom Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Münster.
Copyright des Fotos: Afrikanische Perspektiven (Fotograf Hary Jackson)

ISSA
Lesung und Gespräch mit der Autorin
Issa ist schwanger. Doch die Rituale, die sie vor ihrer ersten Geburt durchlaufen soll, stehen ihr noch bevor. Ihre Mutter glaubt, es gehe um Leben und Tod. Issa hingegen weiß, dass sich ihre Mutter nur beruhigen wird, wenn sie den Weg von Frankfurt am Main nach Buea auf sich nimmt. Zunächst lässt Issa die Prozeduren über sich ergehen, kommentiert sie mit ironischer Distanz. Die Reise in ihr Geburtsland Kamerun, zu ihren Omas, wird aber zunehmend zu einer sehr persönlichen Geschichte: Sie lernt, was es für sie bedeutet, mit ihren Ahnen verbunden zu sein.
Es sind mehr als 100 Jahre, die zwischen der deutschen Kolonialisierung Kameruns und der Gegenwart liegen. Wie wenig Zeit das eigentlich ist, wird in Mirrianne Mahns Roman deutlich. Als Hintergrund ist die Geschichte immer präsent. Im Vordergrund stehen jedoch die individuellen Erfahrungen und der unbedingte Wille der Frauen. Ihre Schicksale und ihre Stärke wirken immer auch auf die Generationen ein, die ihnen folgen. In größter Einfühlsamkeit und nicht ohne Humor macht Mahn aus Geschichte Literatur.
Mirrianne Mahn liest aus ihrem Roman. Das Gespräch mit der Autorin führt Rita Maricocchi.
Mirrianne Mahn, geboren 1989 in Buea/Kamerun, wuchs in einem kleinen Dorf im Hunsrück auf. Mittlerweile lebt sie in Frankfurt, wo sie sich als Aktivistin und Theatermacherin gegen Diskriminierung und Rassismus engagiert. Sie ist Referentin für Diversitätsentwicklung und Antidiskriminierung und seit 2021 Stadtverordnete in Frankfurt am Main. Ihr Debütroman „Issa“ erschien 2024 im Rowohlt-Verlag.
Rita Maricocchi ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Dozentin am Englischen Seminar der Universität Münster. Sie forscht u.a. zu Darstellungen der deutschen Kolonialgeschichte in der englisch- und deutschsprachigen Literatur.
TERMIN
Donnerstag, 29.01.2026, 18:00 Uhr
Stadtmuseum Münster, Salzstraße 28, Treffpunkt im Museumsfoyer
EINTRITT
Frei. – Um eine Spende wird gebeten. Hier spenden.
KOOPERATION und FÖRDERUNG
Eine Veranstaltung im Begleitprogramm des „Themenraum Kolonialismus“ der Stadt Münster und der Universität Münster im Stadtmuseum Münster, organisiert von Rita Maricocchi (Englisches Seminar) und Eva Tanita Kraaz (Germanistisches Institut) in Kooperation mit Afrikanische Perspektiven e.V., gefördert von der Universitätsgesellschaft e.V.
Copyright des Fotos: Katharina Dubno
Gemeinsam Perspektiven
entwickeln
Verein
Im September 2020 wurde der Verein Afrikanische Perspektiven e.V. in Münster gegründet. Die Gründungsmitglieder führte ihr Interesse an Literatur aus afrikanischen Ländern der Diaspora zusammen. Ziel des Vereins ist die Zusammenarbeit mit Menschen und Organisationen afrikanischer Länder und der Diaspora, das gegenseitige Verstehen und Verständnis sowie die Kenntnis und Anerkennung verschiedener Sichtweisen. Hierzu gehört auch die Auseinandersetzung mit der afrikanisch-europäischen, speziell der afrikanisch-deutschen (Kolonial-)Geschichte. Dies geschieht in Münster durch Austausch mit Autor*innen, Künstler*innen oder Wissenschaftler*innen bei Lesungen, Vorträgen und Diskussionen, aber auch durch Film oder Theater.
In afrikanischen Ländern fördert der Verein vor allem Kultur- und Bildungsprojekte.
Ein großer Teil dieser Aktivitäten wird ehrenamtlich erbracht. Die Finanzierung erfolgt durch Mitgliedsbeiträge, Eintrittsgelder, Spenden und Zuschüsse verschiedener Institutionen.
Der Verein Afrikanische Perspektiven e.V. ist seit dem 10. November 2020 in das Vereinsregister beim Amtsgericht Münster eingetragen. Afrikanische Perspektiven e.V. ist als gemeinnützig anerkannt. Spenden und Mitgliedsbeiträge sind steuerlich abzugsfähig.
Gifty C. Wiafe
Vorsitzende Ansprechpartnerin für Jugendarbeit und Theater
Grace Njoroge-Krüger
Stellv. Vorsitzende Ansprechpartnerin für Kinderprojekte
Dr. M. Moustapha Diallo
Stellv. Vorsitzender Ansprechpartner für Literatur und (Post)Kolonialismus
Dr. Anna Stelthove-Fend
Schatzmeisterin Veranstaltungsorganisation und Öffentlichkeitsarbeit