Starke Stimmen

Starke Stimmen
Fünf starke Stimmen melden sich in Münster zu Wort. Sie eröffnen überraschende afro-europäische Perspektiven. Die fünf Autor*innen leben aus unterschiedlichen Gründen in der Diaspora und blicken von dort aus auf mindestens zwei Kulturen, in denen sie ihre Erfahrungen machen. Ihre Erlebnisse in Europa prägen den Blick auf Afrika. Und umgekehrt: Ihre Beziehungen zu Afrika ermöglichen auch einen Blick von außen auf Europa. Hemley Boum (Frankreich/Kamerun), Stella Gaitano (Deutschland/Südsudan), Aaiún Nin (Schweiz/Angola), Ennatu Domingo (Spanien/Äthiopien) und Lisette Lombé (Belgien/Demokratische Republik Kongo) sind Wort -und Sprachkünstler*innen.

Mit starken Stimmen lassen sie ihre Wahrnehmungen in afrikanischen Ländern und in der Diaspora facettenreich in ihren Texten und im Gespräch lebendig werden. Sie sprechen sich unüberhörbar für Menschenrechte und Demokratie aus.
Stand des Projekts

18. September 2026

„Wind, der uns heimträgt“
Lesung und Gespräch mit Hemley Boum

Hemley Boum, in Duala/Kamerun geboren, lebt heute in der Nähe von Paris. Sie schreibt auf Französisch. Ihr Roman „Wind, der uns heimträgt” spielt in Kamerun und Frankreich. Darin erzählt sie die Geschichte einer Familie über verschiedene Generationen hinweg und beleuchtet die Folgen der Kolonialzeit sowie den Einfluss der Industrialisierung auf traditionelle Lebensentwürfe in Kamerun. Der Roman wurde 2024 mit dem Grand Prix Afrique ausgezeichnet und ist 2025 auf Deutsch im Peter Hammer Verlag erschienen.

Die Sprecherin Sarah Giese liest aus dem Roman, die Kulturwissenschaftlerin Joyce Noufélé führt das Gespräch mit Hemley Boum auf Französisch und Deutsch.

Anmeldung erforderlich unter: info@afrikanische-perspektiven.de

Hinweis zur Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Ab Münster Hauptbahnhof fährt der Bus der Linie 5, Richtung „Hannaschweg“ zur Haltestelle „Haus Rüschhaus“.

 

Projekt Starke Stimmen, 18.09.2026, Bild 1
Hemley Boum

8. November 2026

لأحد الموافق 8 نوفمبر 2026
الساعة 10 ص

أرواح إدو
قراءة وحوار باللغة العربية مع الكاتبة الروائّية إستيلا قايتانو

المكان
Foyer der Volkshochschule Münster, Aegidiistraße 70, 48143 Münster

. وُلدت إستيلا قايتانو في عام 1979 بمدينة الخرطوم/ السودان. جاءت إستيلا قايتانو إلى ألمانيا في إطار برنامج كتاب في المهجر. تكتب إستيلا باللغة العربية. تحكي روايتُها أرواح إدو تاريخ بلدَي الكاتبة السودان وجنوب السودان عبر سرد قصة حياة نساء وأُسَرَهن. تصف إستيلا قايتانو في هذه الرواية تَبايُن الحياة بين الريف والمدينة، الفروقات بين الجنسين الريف والمدينة، الفروقات بين الجنسين والإختلافات الدينيَّة في زمنٍ تطغى عليه الحرب و العُنف

دير النقاش د. محمد يوسف

الدخول
الدخول مجاناََ

تنبيه
يمكنكم تناول وجبة غداء من المأكولات السودانية والإرترية عند الساعة 13:30 بعد القراءة باللغة الألمانية مباشرة. يُرجى التسجيل عبر البريد
الإلكتروني

info@afrikanische-perspektiven.de

Sonntag, 8. November 2026
10 Uhr

„Eddos goldenes Lächeln“
Lesung und Gespräch mit Stella Gaitano nur in arabischer Sprache
Foyer der Volkshochschule Münster, Aegidiistraße 70, 48143 Münster
Moderation: Dr. Mohammed Yousif

 

 


8. November 2026

„Eddos goldenes Lächeln“
Lesung und Gespräch mit Stella Gaitano
Mit Musik und sudanesisch-eritreischem Essen

Forum der Volkshochschule Münster, Aegidiistraße 70, 48143 Münster

Stella Gaitano, in Khartum/Sudan geboren, lebt seit 2022 im Ruhrgebiet. Sie schreibt auf Arabisch. In ihrem Roman „Eddos goldenes Lächeln” verwebt sie die Lebensgeschichten von Frauen und ihren Familien mit der Geschichte des Sudan und des Südsudan in einer von Gewalt und Krieg geprägten Zeit. Das Buch ist in diesem Jahr im Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienen und stand auf der Shortlist für den Internationalen Literaturpreis.

Die Schauspielerin Agnes Lampkin liest aus dem Roman, die Übersetzerin Larissa Bender führt das Gespräch mit Stella Gaitano auf Arabisch und Deutsch. Die musikalische Begleitung macht die Hind Kandaka Band mit der Sängerin Hind Eltaher und dem Keyboarder Thierry.

Zum Abschluss wird es ein sudanesisch-eritreisches Essen geben. Hierfür wird um eine Anmeldung gebeten: info@afrikanische-perspektiven.de


3. Dezember 2026

Denn Schweigen ist ein Gefängnis“
Lesung und Gespräch mit Aaiún Nin

Studiobühne der Universität, Domplatz 23, 48143 Münster

Aaiún Nin, in Luanda, Angola geboren, ist ein*e angolanische Dichter*in, Mixed-Media-Künstler*in und Aktivist*in. Aaiún Nin definiert sich als non-binäre Person, lebt in der Schweiz und schreibt auf Englisch. Der Lyrikband „Denn Schweigen ist ein Gefängnis“ erschien 2022 im én-Verlag. Darin setzt sich Nin mit Themen wie Rassismus und Kolonialismus, Queerness und Verletzlichkeit auseinander. Aaíun Nin zeigt, wie Religion als Form der Unterdrückung dienen kann, und hinterfragt den Begriff der Heimat. Der Band endet mit der Selbstermächtigung: „Wir haben es geschafft / Wir haben es geschafft / Wir haben es geschafft…“.

Die Schauspielerin Agnes Lampkin liest aus dem Gedichtband, die Literaturwissen-schaftlerin Rita Maricocchi führt das Gespräch mit Aaiún Nin, die Anglistin Dorit Neumann übersetzt es aus dem Englischen ins Deutsche.