„Dekolonisierung des Denkens“

Mit der Veranstaltungsreihe „Dekolonisierung des Denkens“ möchte der Verein ein differenziertes und realitätsnahes Afrika-Bild vermitteln und so zu respektvollen Begegnungen zwischen Menschen beider Kontinente beitragen.
Projektbeschreibung
In vielen afrikanischen Ländern endete - jedenfalls formal - die Kolonialherrschaft in den 1960er Jahren, der Prozess der „Dekolonisierung“ ist jedoch noch immer nicht abgeschlossen. Die koloniale Brille verzerrt nach wie vor den europäischen Blick: Afrika scheint nur zu nehmen und Europa nur zu geben. Das gilt für die Sprachen, die Wissenschaften, das Rechtssystem und die Kultur insgesamt. „Dekolonisieren … heißt Widerstand gegen koloniale Realitäten zu leisten, koloniale Geschichte aufzuarbeiten und neuen Formen der postkolonialen Geschichte entgegenzuwirken“ schrieb Edward W. Said 1993.

Mit der Veranstaltungsreihe „Dekolonisierung des Denkens“ prüft der Verein Afrikanische Perspektiven e.V. diesen Blick, um ein differenziertes und realitätsnahes Afrika-Bild zu vermitteln und so zu respektvollen Begegnungen zwischen Menschen beider Kontinente beizutragen. In Vorträgen, Lesungen und Diskussionen werden verschiedene Aspekte der Dekolonisierung betrachtet. Neben wirtschaftlichen und politischen Abhängigkeiten wird insbesondere die Emanzipation von europäischen Denkweisen thematisiert. Das ist auch ein Beitrag zur Internationalen Dekade der Vereinten Nationen für Menschen afrikanischer Herkunft.

Mit dem Titel „Dekolonisierung des Denkens“ beziehen wir uns auch auf die Essaysammlung des kenianischen Schriftstellers Ngugi wa Thiong’o (Unrast Verlag, Münster, 2017).

Programm
Weitere Informationen werden bei der Ankündigung der einzelnen Veranstaltungen gegeben.

Förderung
Die Durchführung der Veranstaltungsreihe ist möglich durch die freundliche Förderung der Stiftung für Umwelt und Entwicklung NRW, des Kulturamtes der Stadt Münster, des Peter Hammer Vereins für Literatur und Dialog e. V. und des Integrationsrates der Stadt Münster. Sie findet statt in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Münster, dem BiPoC-Referat des AStA und den Postcolonial, Transnational and Transcultural Studies des Englischen Seminars der Universität Münster, dem Franz-Hitze-Haus und dem Eine-Welt-Forum Münster e.V.